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- Argumente für PV:
- Die Kunden-Akzeptanz ist beachtlich: Laut Umfrage VDEW (Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke) "bezeichnen 92 % der Deutschen Sonnenenergie als ihre Wunschenergie". Die Umfrage des Düsseldorfer IHRES-Institutes Mitte 2003 ergab: Regenerative Energien liegen auf der "Faszinationsskala" von 0-10 mit einem Wert von 5,0 vor Formel-1-Rennen mit 3,7 und der Fußball-Bundesliga mit 3,3. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid stellte fest, dass 85 % der Deutschen die Förderung der Erneuerbaren Energien befürworten (Greenpeace-Magazin, 05/2004). Knapp 3.000 Bundesbürger wurden 2008 durch das Forsa-Institut befragt und ¾ der Personen wünschten sich mittelfristig die komplette Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die Forsa-Umfrage 2009 (Bericht 09.02.2010) zur Akzeptanz der Erneuerbaren Energien belegt, dass 80% der Deutschen den Strom am liebsten aus Erneuerbaren Energien beziehen wollen.
2012 und 2013 wollen deutsche Hausbesitzer mehr als 25 Mrd. € für PV-Anlagen ausgeben (Umfrage der "Wirtschaftswoche"). Jeder 85. Hauseigentümer plant in den nächsten 2 Jahren eine PV-Anlage zu kaufen (Studie "Batten & Company")
- Täglich liefert die Sonne ca. 15.000 mal mehr Energie, als die Welt benötigt; kostenlos: Die Sonne schickt keine Rechnung!
- Die Nutzung Erneuerbarer Energien schafft in erheblichem Maß Unabhängigkeit von Steigerungen der Energiepreise. Versorgungsspitzen und -schwankungen der Stromproduktion der Energieversorgungsunternehmen werden bei "Emergency- oder Hybrid-Systemen mit Speicheranlagen im Inselbetrieb" gedämpft. Solarstrom wird gerade in Bedarfsspitzenzeiten (mittags und im Sommer) produziert und ergänzt sich gut mit z.B. Windkraft-Strom (Spitzenwerte im Winter).
- Der Umwelt werden Millionen Tonnen CO2 und andere Schadstoffe erspart, das Klima wird verbessert, die Erderwärmung mit ihren Wetter-Katastrophen wird verringert und die primären Energieträger Öl, Gas und Kohle werden geschont. Öl ist noch ca. 50-60 Jahre verfügbar und sollte der Chemie und Pharmazie anstelle der Energiewirtschaft zur Verfügung stehen. Eine PV-Anlage mit 1 kW erspart der Umwelt 700 Kg CO2 im Jahr; bei einer privaten Anlage mit 5 kW sind das 3.500 Kg, bei gewerblichen Anlagen mit 50 kW ca. 35.000 Kg!
- Erneuerbare Energien stärken den Weltfrieden, da die Verteilung knapper werdender organischer Energieträger (Öl, Gas, Kohle) Kriege provoziert und Verteilungskämpfe schon bei der Öl-Verknappung in ca. 8 Jahren stattfinden (1973, Ölkrise: 3 % weniger Öl-Angebot gegenüber der Öl-Nachfrage hatte 50% Preissteigerung zur Folge!).
- Das "zukunfts- und umweltorientierte, verantwortungsbewußte Verhalten des Nutzers" verbessert sein Image und verschafft ihm ein gutes Gewissen und Lebensgefühl.
- Der "Bundesverband Erneuerbare Energien" geht von 500.000 Arbeitsplätzen im Bereich Erneuerbare Energien im Jahr 2010 aus. Laut ARGE Solarwirtschaft bietet 2010 die Photovoltaikindustrie 60.000 direkte und 200.000 indirekte Arbeitsplätze in Deutschland und einen Inlandsumsatz von 10 Mrd. €, zuzüglich der Exportumsätze.
- Photovoltaikanlagen erfordern keine Baugenehmigungen (nur bei denkmalgeschützten Objekten). Frühzeitige Meldung der PV-Einspeisung an das EVU genügt.
- Die Energieerzeugung mittels Photovoltaik geschieht in den Modulen ohne bewegliche Teile und daher geräuschlos, ohne Abrieb / Abnutzung und Wartung. Es findet keinerlei Schadstoff-Emission statt.
- Photovoltaikgeneratoren werden überwiegend auf Dächern installiert und haben keinen zusätzlichen Flächen- / Landschaftsbedarf.
- Es gibt diverse Versicherungen im Bereich Haftpflicht, Erträge, Elementarschäden und Betriebsunterbrechung / Stromertragsausfall. Lange Garantien der Hersteller (bis zu 25 Jahre Leistungsgarantien) schaffen Planungssicherheit.
- Der photovoltaische Effekt wurde 1839 erkannt, seit über 50 Jahren wird die Technik genutzt (Weltraumtechnik), seit dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vom April 2000 werden PV-Anlagen in großen Stückzahlen vermarktet. Die Technologie ist daher ausgereift und nahezu optimiert.
- Die Energiebilanz von Modulen ist hervorragend: Nach etwa 2-4 Jahren ist die zur Herstellung benötigte Energie durch das Modul reproduziert; die wesentlichen Bestandteile (Silizium, Glas, Aluminium) lassen sich gut recyclen. Silizium (Quarzsand) ist in unbegrenzten Mengen verfügbar. PV-Module sind langlebig (ca. 40 Jahre).
- Es gibt hervorragende Licht-, Sonnen- und Witterungsverhältnisse für Photovoltaik in Mitteleuropa.
- Photovoltaik verursacht keine Folgekosten wie die fossilen Energieträger durch z.B. Luftschadstoffe CO2, Schwefeldioxid, Stickoxid, Feinstaub (Krankheitsfolgen, Gebäudeschäden, Lebensmittelschäden etc.), oder die atomare Energie (Aufbereitung und Entsorgung, Endlagerung von Brennelementen, Transport- und Sicherungskosten (Polizei) von Brennstäben; Abriß und Entsorgung von Atomkraftwerken usw.).
- Photovoltaik als "inländische Energiequelle" macht unabhängiger von Öl-, Gas- und Kohleimporten.
- Solarstrom ist ab 2014 billiger als konventioneller Strom: Die 5-13 % Preisreduktion pro Jahr bei PV-Strom führt bei einer Preissteigerung des konventionellen Stromes von nur 2,5 % im Jahr zu gleich hohen Preisen von ca. 0,25-0,30 € je kWh.
- Und: Photovoltaik rechnet sich, hat exzellente Renditen (8-9,5 %) und schafft mittelfristig hohe Einnahmen.
- Marktentwicklung:
Der photovoltaische Effekt wurde bereits 1839 von dem französischen Physiker A. E. Becquerel entdeckt und nach Entwicklung der Solarzelle ab 1954 genutzt. Photovoltaik wurde die Energiequelle der Weltraum- und Satellitentechnik und blieb jedoch aufgrund ungenügender Wirtschaftlichkeit eher ein Hobby von Physiklehrern und Öko-Freaks.
Das änderte sich drastisch als nach bescheidenen Förderprogrammen das EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetz) zum 01. April 2000 verabschiedet wurde. Es verpflichtet die Energieversorgungsunternehmen (EVU) u.a. zur Abnahme des "selbstproduzierten" Stromes und sieht dabei eine hohe Einspeisevergütung vor.
Das Ganze wurde bis Mitte 2003 unterstützt durch das "100.000-Dächer-Programm" mit günstigen Finanzierungen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und innerhalb von etwas mehr als 3 Jahren wurden etwa 65.000 PV-Anlagen in Deutschland mit einer Leistung von 350 Megawatt installiert. Ab Ende 2003 galten neue, weit höhere Einspeisevergütungen, die zu einer explosionsartigen Entwicklung des PV-Marktes führten. Es ergaben sich enorme Wachstumsraten:
Wachstumsraten in Deutschland:
| 2001-2002: |
91 %, |
| 2002-2003: |
78 %, |
| 2003-2004: |
170 %, |
| 2004-2005: |
70 % (branchenintern geschätzt). |
Die Umsätze deutscher PV-Händler lagen in 2004 bei etwa 2.500 Mio. €, in 2008 bei ca. 7.000 Mio. €. Deutschland hat sich in 2004 an die Spitze des Weltmarktes für Solarstromanlagen gesetzt: Nach Angaben der "Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS)" wurden 2004 mit ca. 100.000 Photovoltaikanlagen (ca. 500 Megawatt-Leistung) in Deutschland erstmals mehr Anlagen installiert als in Japan. Mittlerweile sind in Deutschland etwa 1.000.000 PV-Anlagen in Betrieb. Einschließlich der Solarthermie-Anlagen sind insgesamt ca. 1.500.000 Solaranlagen in Deutschland installiert. Bei 27 Mio. Dächern sind die Einsatzmöglichkeiten von Solaranlagen in Deutschland praktisch unbegrenzt.
Die 50 deutschen PV-Hersteller investierten in den letzten Jahren 15 Milliarden Euro (verdoppelten allein in 2004 ihre Produktionskapazitäten), und schufen 25.000 neue Beschäftigungsverhältnisse. Die Branche verfügt nun über mehr als 60.000 inländische Arbeitsplätze. Laut "Bundesverband Erneuerbare Energien" planen deutsche Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Geothermie, Biogas, Biomasse, Wasserkraft etc.) die Schaffung von 370.000 neuen Arbeitsplätzen bei einem Investitionsvolumen von 200 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020. Die Regenerativen Energien insgesamt bieten heute ca. 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland, also mehr als Kohlenbergbau und Kernkraftwerke zusammen. Laut einer Studie von "Greenpeace" und dem "Europäischen Industrieverband für Photovoltaik (EPIA)" können in 2020 mehr als 1 Milliarde Menschen mit Solarstrom versorgt werden. Das würde weltweit etwa 2 Mio. Arbeitsplätze bedeuten.
Auch in den letzten Monaten sind zahlreiche PV-Großanlagen gebaut worden. Bei Freiflächenanlagen sind Größen von 1 bis 6 Megawatt üblich; möglich sind neuerdings jedoch auch kleinere Freiflächenanlagen ab 100 kW mit einem Flächenbedarf von nur ca. 1.600 m² und einem Investitionsvolumen von rund 450.000.- €. Im "Bavaria-Solarpark", Mühlhausen (Bayern) wurden insgesamt mehr als 10 Megawatt mit 60.000 Modulen und einer Investition von 50 Mio. Euro errichtet, der Reifenhersteller "Michelin" realisierte auf den Dächern seiner Standorte Homburg, Bad Kreuznach, Landau und Bamberg PV-Anlagen mit insgesamt 10 Megawatt und die größte Dach-PV-Anlage der Welt steht mit 5 Megawatt in Bürstadt. Eine 40 MW-Anlage befindet sich im Bau, in Bayern soll eine 50 MW-Anlage (ca. 300.000 Module) gebaut werden. Der internationale "PPVX-Solaraktien-Index" hat sich allein in der Zeit vom 02.01.2004 bis zum 14.01.2005 um 300 % erhöht. Länder wie Frankreich, Spanien, Griechenland, Portugal, Holland, Italien, Österreich und Japan orientieren sich an dem deutschen Konzept des "Erneuerbare-Energie-Gesetzes". In Spanien ist es seit 2005 Pflicht, auf die Dächer von Neubauten Solaranlagen zu bauen.
Das Europäische Parlament beschloß im Juli 2001, dass die Länder den Anteil des Ökostromes an ihrer gesamten Stromproduktion auf 22,1 % im Jahr 2010 steigern müssen.
Der "Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)" prognostiziert ab ca. 2050-2060 die Steigerung des Anteiles solaren Stromes an der weltweiten Energieversorgung auf 60%.
Derzeitig sind auf der Welt etwa 50 Gigawattpeak Solarstromleistung errichtet. Deutschland baute in 2010 etwa 7 Gigawattpeak.
Mittlerweile ist Photovoltaik eine Zukunftstechnik, bei der Deutschland weltweit an der Spitze steht und die enorme Entwicklungsmöglichkeiten im In- und Ausland bietet
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